Biologisches Insektizid

Nematac

Nematac ist die effektivste, zugelassene Pflanzenschutzlösung ohne chemische Rückstände für die biologische Bekämpfung von Thripsen, Schädlingen bei Kulturchampignons und Trauermücken.

Biologische Bekämpfung
0 %

Wie funktioniert Nematac?

  • EPN (Entomopathogene Nematoden) dringen über den Mund oder natürliche Öffnungen in den Körper des Insekts ein.
  • 2-3 Stunden nach dem Eindringen (Penetration) geben die EPN ihre symbiontischen Bakterien über Mund und Anus in die Hämolymphe ab.
  • Die in die Hämolymphe freigesetzten Bakterien vermehren sich rasch.
  • 24-36 Stunden nach der Penetration stirbt das Insekt an einer “Septikämie” (Blutvergiftung). Für eine Septikämie sind 3 IJ (Infektiöse Juvenilstadien) ausreichend.
  • Währenddessen setzt sich der Lebenszyklus der IJ fort. Nach zwei oder drei Generationen verlassen sie als IJ das tote Insekt (Kadaver).

Wirksames Pflanzenschutzmittel gegen Thripse: Nematac

Vorbereitung der Anwendung

  1. Nehmen Sie die Packung 20-25 Minuten vor der Anwendung aus dem Kühlschrank.
  2. Mischen Sie den gesamten Inhalt der Verpackung zunächst in einem Eimer mit ausreichend Wasser.
  3. Rühren Sie mindestens 5 Minuten lang weiter, bis Sie sicher sind, dass die gesamte Mischung vollständig homogen ist.
  4. Füllen Sie den Sprühtank zur Hälfte mit Wasser und geben Sie die im Eimer vorbereitete biologische Mischung hinzu.
  5. Füllen Sie die restliche Wassermenge auf, mischen Sie erneut und machen Sie es bereit für die Anwendung.
  6. Die vorbereitete Mischung muss sofort und ohne Wartezeit verwendet werden.
Watch video

Selma Tapucuoğlu
Ziraat Mühendisi

Watch video

Bülent Kavur
Ziraat Yüksek Mühendisi

Watch video

Mustafa Tunçtaş
Üretici / Ziraat Teknikeri

Gegen welche Schädlinge wird es eingesetzt?

  1. Trauermücken / Pilzmücken (Lycoriella spp.)
  2. Kalifornische Blütenthripse (Frankliniella occidentalis)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die biologische Nematodenbekämpfung ist eine Methode gegen schädliche Nematoden unter Verwendung natürlicher Feinde oder Mikroorganismen. Dazu gehören entomopathogene Nematoden, Pilze, die Nematodeneier parasitieren (z. B. Pochonia chlamydosporia), Bakterien wie Bacillus firmus und einige biologische Präparate. Diese Organismen wirken, indem sie schädliche Nematoden infizieren, parasitieren oder deren Populationen unterdrücken.

Biologische Bekämpfungsmethoden sind besonders wirksam gegen Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.), Zystennematoden (Heterodera und Globodera spp.), Läsionsnematoden (Pratylenchus spp.) und Wurzelläsionsnematoden. Sie können als Alternative zu chemischen Begasungsmitteln in Gemüse, Obst, Zierpflanzen und Feldkulturen eingesetzt werden, in denen diese Schädlinge auftreten.

  • Umweltfreundlich: Verschmutzt weder Boden, Wasser noch Luft.

  • Sicher für Menschen und Nützlinge: Nicht toxisch wie chemische Medikamente.

  • Dauerhafte Wirkung: Biologische Wirkstoffe persistieren unter den richtigen Bedingungen im Boden.

  • Geringes Resistenzrisiko: Schädlinge entwickeln keine Resistenzen gegen Chemikalien.

  • Geeignet für den ökologischen Landbau: Kann in der zertifizierten ökologischen Produktion verwendet werden.

Für eine erfolgreiche biologische Bekämpfung sind Bodenfeuchtigkeit (50-70% Kapazität), Temperatur (ideal zwischen 18-28°C), pH-Gleichgewicht (zwischen 6-7) und organischer Gehalt wichtig. Der Boden sollte nach der Anwendung feucht gehalten und vor Sonnenlicht geschützt werden. Außerdem sollten breitwirksame chemische Anwendungen vermieden werden, da diese auch biologische Wirkstoffe abtöten können.

Biologische Wirkstoffe werden in der Regel vor der Aussaat oder zum Zeitpunkt der Pflanzung durch Einmischen in den Boden angewendet. Einige Präparate können auch über Tröpfchenbewässerung verabreicht werden. Frühling und Herbst, wenn die Bodentemperatur geeignet ist, sind ideale Anwendungszeiten. Vorbeugend können Wiederholungsanwendungen in regelmäßigen Abständen (Saisonbeginn oder alle 3-4 Monate) durchgeführt werden. Bei hoher Schädlingspopulation wird die Unterstützung durch integrierte Methoden empfohlen.

Die Wirkung der biologischen Bekämpfung ist langsamer als bei der chemischen Bekämpfung. Erste Ergebnisse sind innerhalb von 2-4 Wochen sichtbar, die volle Wirkung tritt innerhalb von 2-3 Monaten ein. Wenn biologische Wirkstoffe jedoch den Boden kolonisieren, bieten sie langfristigen Schutz. In Kombination mit regelmäßigen Anwendungen und geeigneten kulturellen Maßnahmen (Fruchtwechsel, organischer Dünger, Solarisation) wird eine dauerhafte und nachhaltige Kontrolle erreicht.